Lithografie

Wer kennt sie nicht: Toulouse-Lautrec’s Bilder von Tänzerinnen und Varietés? Moulin Rouge — La Goulue seine erste druckgrafische Arbeit ist eine Farblithografie, die sich bis heute neben denen von Bonnard und Vuillard höchster Beliebtheit erfreut. Auch Pablo Picasso war besessen von den kompositorischen als auch technischen Möglichkeiten. Er experimentierte mit dieser Technik und schuf eine Anzahl bedeutender Lithografien.

Vor mehr als 200 Jahren von Alois Sennefelder entwickelt, basiert dieses Verfahren auf der Basis der Abstoßung und Anziehung von Fett und Wasser.

Der Künstler bedient sich hierbei fetthaltigen Zeichenmaterials wie spezieller Tusche oder Kreide und zeichnet unmittelbar auf eine plangeschliffene Steinoberfläche. Im Weiteren wird mit einer dünn aufgetragenen Schicht Gummiarabikum und kleinen Anteilen Salpetersäure die Oberfläche des Steins so präpariert, dass die Druckfarbe beim Überwalzen nur an den gefetteten Stellen haften bleibt und an den nichtbezeichneten Stellen durch Feuchtung abgestoßen wird. Daraufhin ist ein präzises Drucken möglich ist. Die besondere künstlerische Qualität ist hierbei dem Solnhofener Plattenkalk und dessen Beschaffenheit geschuldet. Da dieser nahezu keinerlei Korrektur erlaubt, muss jeder einzelne Strich fehlerfrei sitzen.

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